
Herzinsuffizienz/NT-proBNP
Schnelldiagnose von Herzschwäche
Zu den Frühzeichen einer Herzschwäche (Insuffizienz) gehören verminderte Belastbarkeit, Luftnot bei schwerer Arbeit und Wassereinlagerungen an Knöcheln und Fußrücken. Erst später kommen Luftnot bei leichteren Tätigkeiten und Wassereinlagerungen an anderen Körperstellen dazu.
Jährlich erkranken rund 200 000 Männer und Frauen hierzulande neu an einer Herzinsuffizienz. Sie ist der häufigste Grund für die Einweisung in ein Krankenhaus bei über 65-jährige Frauen und Männern.
Doch niemand muss warten, bis es zu spät ist:
Es gibt einen kürzlich entdeckten Eiweißstoff, der von stark belasteten Herzkammerwänden ins Blut abgegeben wird. Dort hilft er, die Drucküberlastung des Herzmuskels zu verringern. Dieses Eiweiß heißt „NT-proBNP" und ist aus einer Blutprobe einfach zu bestimmen.
Der große Vorteil: Schon in sehr frühen Stadien sind höhere Konzentrationen von NTproBNP im Blut nachweisbar - also bereits dann, wenn der Betroffene noch keine Herzschwäche verspürt oder leichte Beschwerden nicht dem Herz zuordnet. Damit ist NT-proBNP ein „biochemischer Frühmarker", der noch dazu ohne großen Aufwand zu bestimmen ist.
Umgekehrt gilt: Wenn der NT-proBNP-Wert unauffällig ist, kann man eine Herzinsuffizienz zum Messzeitpunkt mit ausgesprochen hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.
Früh erkannt und behandelt, lässt sich eine Herzschwäche aufhalten oder gar stoppen, mit Änderungen der Lebensweise und verschiedenen Medikamenten. Früherkennung lohnt also.

